Personalisierte Molekularmedizin: Nicht nur die Erkrankung erkennen, sondern Ihre individuellen biologischen Hintergründe verstehen und gezielt behandeln.
Die Diagnose ist nicht immer das Ende der Suche
Eine Diagnose ist wichtig. Sie gibt einer Erkrankung einen Namen, schafft Orientierung und bildet häufig die Grundlage für eine gezielte Behandlung. Doch sie beantwortet nicht immer die entscheidende Frage: Warum sind genau Sie erkrankt – und welche biologischen Prozesse halten Ihre Beschwerden aufrecht?
Zwei Patienten können dieselbe Diagnose erhalten und dennoch sehr unterschiedliche Krankheitsverläufe zeigen. Während der eine gut auf eine Therapie anspricht, bleiben beim anderen Beschwerden bestehen oder die Erkrankung schreitet trotz Behandlung fort.
Gerade bei chronischen, seltenen und komplexen Erkrankungen lohnt es sich deshalb, genauer hinzusehen.
Gleiche Diagnose – unterschiedliche Ursachen
Unser Körper ist ein komplexes Zusammenspiel zahlreicher biologischer Systeme. Immunsystem, Stoffwechsel, Mitochondrien, Hormone, Psyche und Nervensystem stehen in ständiger Wechselwirkung miteinander.
Störungen in einem dieser Bereiche können sich auf andere Systeme auswirken und ganz unterschiedliche Beschwerden verursachen. Nicht immer lassen sich diese Zusammenhänge durch eine einzelne Laboruntersuchung oder die Betrachtung eines einzelnen Organs ausreichend erklären.
Unser Anspruch ist es deshalb, nicht bei der Diagnose stehen zu bleiben, sondern die individuellen Zusammenhänge einer Erkrankung möglichst umfassend zu verstehen.
Dazu führen wir vorhandene Befunde zusammen, hinterfragen bisherige Erklärungsmodelle und erweitern die Diagnostik dort, wo es medizinisch sinnvoll ist.
NEO7 Bioscience – ein neuer Blick auf die individuelle Biologie
Ein interessanter Ansatz in diesem Bereich stammt von NEO7 Bioscience. Das US-amerikanische Biotechnologieunternehmen beschäftigt sich mit der personalisierten Molekularmedizin und der Frage, wie sich individuelle biologische Veränderungen präziser erfassen und therapeutisch adressieren lassen.
Im Mittelpunkt steht die sogenannte Multi-Omics-Analyse. Dabei werden unterschiedliche Ebenen der menschlichen Biologie untersucht und miteinander verknüpft:
- Genomik: Welche genetischen Veränderungen liegen vor?
- Transkriptomik: Welche Gene sind aktuell besonders aktiv oder vermindert aktiv?
- Proteomik: Welche Proteine und biologischen Signalwege sind verändert?
- Stoffwechsel und Immunregulation: Welche funktionellen Zusammenhänge könnten sich aus den molekularen Befunden ergeben?
Moderne bioinformatische Verfahren (Machine Learning/ML) helfen dabei, die umfangreichen Daten zusammenzuführen und mögliche krankheitsrelevante Veränderungen zu identifizieren.
Ziel ist es, über die klassische Krankheitsbezeichnung hinaus ein differenzierteres Bild der individuellen molekularen Situation zu gewinnen. Entscheidend ist dabei nicht die bloße Menge an erhobenen Daten, sondern ihre medizinische Einordnung. Eine nachgewiesene Veränderung ist schließlich nicht automatisch die Ursache einer Erkrankung.
Von der Ursachensuche zur individualisierten Therapie
Besonders interessant ist die Möglichkeit, aus molekularen Erkenntnissen neue therapeutische Ansätze abzuleiten.
NEO7 Bioscience erforscht hierzu unter anderem individuell entwickelte Peptide, die auf ausgewählte biologische Zielstrukturen und veränderte Signalwege ausgerichtet werden.
Untersucht werden entsprechende Konzepte beispielsweise zur supportiven Tumortherapie, bei Autoimmunerkrankungen, neurodegenerativen Erkrankungen, Post-Covid sowie auch zum „Healthy Aging“ mit dem Ziel, körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten.
Diese Verfahren sind vielversprechende Forschungsansätze, deren klinischer Nutzen und Sicherheit jedoch für die jeweiligen Erkrankungen noch ausreichend nachgewiesen werden müssen. Nicht jede molekulare Auffälligkeit ist automatisch eine Krankheitsursache oder ein therapeutisch beeinflussbares Ziel.
Was bedeutet das für unsere Patienten?
Da solche Untersuchungen und Therapien mit erheblichen Kosten verbunden sind (abhängig vom Krankheitsbild und der Komplexität der Therapie >15.000 Euro), kommen sie nur für ausgewählte Patienten infrage und werden von uns nach sorgfältiger Abwägung des zu erwartenden medizinischen Nutzens und der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz in Betracht gezogen.
Dabei bleibt die fundierte internistische Diagnostik unsere Grundlage. Ergänzende molekularbiologische Untersuchungen und innovative Verfahren betrachten wir nicht als Ersatz, sondern als mögliche Erweiterung bewährter medizinischer Ansätze.
Unser Ziel ist es, auch bei langjährigen oder bislang unzureichend verstandenen Erkrankungen neue Erkenntnisse zu gewinnen, individuelle Therapieoptionen zu identifizieren und unsere Patienten auf diesem Weg persönlich zu begleiten.
Wir fangen an, wo andere aufhören.
Das ist unser Versprechen.